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Propylenglykol (E1520)

Propylenglykol ist eine farblose Flüssigkeit, die in Kosmetik als Feuchthaltemittel und Lösungsmittel und in Lebensmitteln als Trägerstoff und Feuchthaltemittel mit der Nummer E1520 verwendet wird. Für Menschen gilt es in den verwendeten Mengen als wenig riskant; bei manchen Menschen kann es zu Hautreizungen oder Allergien kommen. Bei Haustieren sieht es anders aus: Hunde vertragen es in der Regel, aber da es bei Katzen Blutarmut auslösen kann, ist es in den USA in Katzenfutter nicht erlaubt, und auch in der EU ist seine Verwendung in Katzenfutter beschränkt.

INCI: Propylene GlycolE-Nummer: E1520Auch bekannt als: PG, E1520, Propylenglykol, Propan-1,2-diol

Risikobereich

1 ist das niedrigste, 10 das höchste Risiko. Der Bereich hängt von der Menge, davon, ob das Produkt abgespült wird, und von der Anwendung ab. Die Temiz-İçerik-App nutzt dieselben Bereiche.

Kosmetik 2,0–3,5/10

Bei niedrig dosierten Produkten gilt das untere Ende; bei hoch dosierten Produkten und auf zu Ekzemen oder Allergien neigender Haut gilt wegen möglicher Reizungen und Kontaktallergien das obere Ende.

Lebensmittel 2,0–3,0/10

In Lebensmitteln ist es meist nur in sehr kleinen Mengen als Trägerstoff in Aroma- und Farbstofflösungen enthalten; solange die von der EFSA festgelegte akzeptable tägliche Aufnahme nicht überschritten wird, ist das Risiko gering.

Haustier 3,5–8,5/10

Bei Hundefutter liegt der Bereich bei 3,5–4,5; in halbfeuchtem Futter dient es als Feuchthaltemittel und wird von Hunden in der Regel vertragen. Für Katzen liegt der Bereich bei 7,5–8,5: Da Propylenglykol in den roten Blutkörperchen von Katzen die Bildung von Heinz-Körperchen und Blutarmut auslösen kann, ist es in den USA in Katzenfutter nicht erlaubt, und auch in der EU ist seine Verwendung in Katzenfutter beschränkt.

Was ist Propylenglykol und wozu dient es?

Propylenglykol (Propan-1,2-diol) ist eine leicht süßliche, farblose und geruchlose Flüssigkeit. Da es Wasser bindet und viele Stoffe lösen kann, wird es in Kosmetik, Lebensmitteln, Arzneimitteln und der Industrie breit eingesetzt.

In Kosmetik dient es als Feuchthaltemittel, Lösungsmittel und als Hilfsstoff, der den Transport von Wirkstoffen in die Haut erleichtert. In Lebensmitteln wird es als Trägerstoff verwendet, der Aromen und Farbstoffe löst, und als Feuchthaltemittel, das das Austrocknen des Produkts verhindert.

In welchen Produkten kommt es vor?

  • Feuchtigkeitspflege, Seren, Deodorants und Haarprodukte
  • Lebensmittelaromen, Farbstofflösungen, manche Süßspeisen und Backwaren
  • Halbfeuchtes Hundefutter und Leckerlis
  • E-Zigaretten-Liquids und Nebelmaschinen
  • Manche Arzneisirupe und Cremes

Auf Kosmetiketiketten steht es als Propylene Glycol, auf Lebensmitteletiketten als E1520 oder Propan-1,2-diol. Es darf nicht mit dem giftigen, in Frostschutzmitteln verwendeten Ethylenglykol verwechselt werden; das sind zwei verschiedene Stoffe.

Ist es für Menschen schädlich?

Die EFSA hat Propylenglykol neu bewertet und innerhalb der akzeptablen täglichen Aufnahme als sicher eingestuft. Im Körper wird es schnell abgebaut und ausgeschieden. Sehr hohe Mengen werden nur in Ausnahmefällen erreicht, etwa bei langfristiger Einnahme mancher Arzneimittel in hoher Dosis.

In Kosmetik hat das CIR Propylenglykol in den verwendeten Konzentrationen als sicher bewertet. Sein bekannter Nachteil ist, dass es bei manchen Menschen Hautreizungen und Kontaktallergien auslösen kann; das kommt vor allem bei Ekzemen und empfindlicher Haut häufiger vor, und es gehört zu den Stoffen, die Dermatologinnen und Dermatologen im Epikutantest häufig prüfen.

Haustiere: der Unterschied zwischen Hund und Katze

In Hundefutter wird Propylenglykol verwendet, damit halbfeuchtes Futter weich bleibt, und in den zulässigen Mengen wird es von Hunden in der Regel vertragen.

Bei Katzen sind die roten Blutkörperchen dagegen empfindlicher gegenüber oxidativen Schäden. Propylenglykol kann bei Katzen die Bildung geschädigter Strukturen, sogenannter Heinz-Körperchen, und Blutarmut (Anämie) verursachen. Deshalb erlaubt die FDA in den USA die Verwendung von Propylenglykol in Katzenfutter nicht; auch das EU-Futtermittelrecht hat seine Verwendung in Katzenfutter beschränkt. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, Katzen kein Hundefutter und keine Hundeleckerlis zu geben.

Was tun, wenn es auf dem Etikett steht?

  • Kosmetik: Wenn Ihre Haut nicht reagiert, besteht kein Grund zur Sorge. Bei Ekzemen oder bekannter Allergie können Sie Produkte mit alternativen Feuchthaltemitteln wie Glycerin wählen.
  • Lebensmittel: E1520 ist meist nur in sehr kleinen Mengen enthalten; bei normaler Ernährung besteht kein Grund zur Sorge.
  • Katzenhalterinnen und -halter: Vergewissern Sie sich, dass Futter und Leckerlis für Ihre Katze kein Propylenglykol enthalten; wenn Ihre Katze matt oder blass wirkt, gehen Sie zur Tierärztin oder zum Tierarzt.

Häufige Fragen

Ist Propylenglykol Frostschutzmittel?

Nein. Der giftige Frostschutzstoff ist Ethylenglykol. Propylenglykol ist ein anderer Stoff und für Lebensmittel und Kosmetik zugelassen.

Ist Propylenglykol für Hunde sicher?

In den zulässigen Mengen wird es in Hundefutter verwendet und in der Regel vertragen. Wenn Sie bei Ihrem Hund ein Problem bemerken, fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Kann Katzenfutter Propylenglykol enthalten?

In den USA ist es in Katzenfutter nicht erlaubt, und auch in der EU ist seine Verwendung beschränkt, weil es bei Katzen Blutarmut auslösen kann.

Verursacht Propylenglykol Hautallergien?

Bei manchen Menschen, vor allem bei Ekzemen, kann es Reizungen oder Kontaktallergien auslösen. Im Zweifel kann man bei der Hautärztin oder dem Hautarzt einen Epikutantest machen lassen.

Quellen

Aktualisiert: 2026-10-11 · So bewerten wir

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