Cocamidopropyl Betaine (CAPB)
Cocamidopropyl Betaine (CAPB) ist ein mildes Tensid aus Kokosöl, das in Shampoos, Duschgels und Spülmitteln eingesetzt wird, um den Schaum zu verstärken und Reizungen zu verringern. Für die meisten Menschen ist es unproblematisch; die seltenen allergischen Reaktionen werden meist weniger mit dem Stoff selbst als mit herstellungsbedingten Verunreinigungen in Verbindung gebracht.
Risikobereich
1 ist das niedrigste, 10 das höchste Risiko. Der Bereich hängt von der Menge, davon, ob das Produkt abgespült wird, und von der Anwendung ab. Die Temiz-İçerik-App nutzt dieselben Bereiche.
In Rinse-off-Produkten und bei gut gereinigtem Rohstoff bleibt es am unteren Ende; in Leave-on-Produkten und bei Menschen mit bekannter Kontaktallergie nähert es sich dem oberen Ende.
In Spülmitteln wird es für Schaum und Handverträglichkeit zugesetzt; wegen der Verdünnung und des kurzen Kontakts ist das Risiko gering.
Was ist Cocamidopropyl Betaine und wozu dient es?
CAPB ist ein amphoteres Tensid, das hergestellt wird, indem man Kokosfettsäuren mit Dimethylaminopropylamin (DMAPA) reagieren lässt und anschließend mit Chloressigsäure behandelt. Amphoter bedeutet, dass es je nach pH-Wert der Umgebung sowohl positive als auch negative Ladung tragen kann; diese Eigenschaft macht es schonender für Haut und Augen.
In Produkten wird es meist nicht allein, sondern zusammen mit einem anionischen Schäumer wie SLES verwendet. Diese Kombination macht den Schaum dichter, gibt dem Produkt Konsistenz und mildert die reizende Wirkung des Haupttensids. Auch in Babyshampoos mit Formeln, die „nicht in den Augen brennen“, ist es häufig enthalten.
In welchen Produkten kommt es vor?
- Shampoo, Duschgel, Gesichtsreinigungsgel und Flüssigseifen
- Babyshampoos und Reinigungsprodukte für empfindliche Haut
- Spülmittel und manche Oberflächenreiniger
- Manche Make-up-Entferner und Feuchttücher
Ist es schädlich? Die wissenschaftliche Bewertung
Das CIR hat Cocamidopropyl Betaine in Kosmetik als sicher eingestuft, sofern es so formuliert ist, dass es nicht reizt. Seine akute Toxizität ist gering, und es ist weder als krebserregend noch als hormonell wirksam eingestuft.
Das eigentlich diskutierte Thema ist die Kontaktallergie. In den 2000er-Jahren fielen bei Epikutantests Reaktionen auf CAPB auf; spätere Untersuchungen zeigten, dass der Großteil dieser Reaktionen mit zwei herstellungsbedingten Verunreinigungen zusammenhängt, Amidoamin und DMAPA. Deshalb sind die Hersteller dazu übergegangen, den Rohstoff reiner herzustellen, und Fachleute empfehlen, diese Verunreinigungen niedrig zu halten.
In der Allgemeinbevölkerung ist eine CAPB-Allergie selten. Kommt es zu einer Reaktion, zeigt sie sich meist als juckendes Ekzem an Augenlidern, Gesicht, Kopfhaut oder Hals.
Wer sollte darauf achten?
- Menschen, bei denen im Epikutantest eine Allergie gegen CAPB, Amidoamin oder DMAPA festgestellt wurde: Ihnen wird empfohlen, Etiketten zu lesen und Produkte ohne diese Stoffe zu wählen.
- Menschen mit unerklärlichem Ekzem an Augenlidern oder Kopfhaut: Sie können mit ihrer Hautärztin oder ihrem Hautarzt klären, ob Shampoo und Duschgel ein möglicher Auslöser sind.
- Menschen mit sehr empfindlicher Haut: Da die Belastung bei Leave-on-Produkten länger ist, lohnt es sich, neue Produkte zuerst an einer kleinen Stelle zu testen.
Was tun, wenn es auf dem Etikett steht?
Wenn Sie keine bekannte Allergie haben, sind Produkte mit Cocamidopropyl Betaine im Vergleich zu sulfathaltigen Produkten oft die schonendere Wahl. Wenn Sie eine Allergie haben, achten Sie nicht nur auf diesen Namen, sondern auch auf Amidoamin-Bezeichnungen wie „Cocamidopropyl Dimethylamine“. Als Alternative können Tenside auf Glucosidbasis wie Coco-Glucoside oder Decyl Glucoside gewählt werden; denken Sie aber daran, dass auch diese selten Allergien auslösen können.
Häufige Fragen
Ist Cocamidopropyl Betaine natürlich?
Es wird aus Kokosöl gewonnen, ist aber ein halbsynthetischer Stoff, der durch chemische Verfahren hergestellt wird. „Natürlichen Ursprungs“ trifft es besser.
Warum ist es in sulfatfreien Shampoos enthalten?
CAPB ist kein Sulfat. Da es mild reinigt und Schaum erzeugt, ist es einer der Hauptbestandteile sulfatfreier Rezepturen.
Wie erkennt man eine CAPB-Allergie?
Eine sichere Diagnose liefert ein Epikutantest bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt. Bei wiederholtem Juckreiz oder Rötung nach einem bestimmten Shampoo sollte man ärztlichen Rat einholen.
Quellen
Aktualisiert: 2026-10-11 · So bewerten wir
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