Retinol (Vitamin A)
Retinol ist eine Form von Vitamin A, die die Hauterneuerung beschleunigt und hilft, Falten, Pigmentflecken und Pickel zu mildern. So wirksam es ist, so leicht kann es Reizungen wie Rötung, Trockenheit und Schuppung verursachen und die Haut empfindlicher gegenüber der Sonne machen. In der EU gilt für Kosmetik eine Höchstgrenze, um die gesamte Vitamin-A-Aufnahme zu begrenzen; in der Schwangerschaft wird empfohlen, vor der Anwendung ärztlichen Rat einzuholen.
Risikobereich
1 ist das niedrigste, 10 das höchste Risiko. Der Bereich hängt von der Menge, davon, ob das Produkt abgespült wird, und von der Anwendung ab. Die Temiz-İçerik-App nutzt dieselben Bereiche.
Bei niedrig dosierten und abends verwendeten Produkten gilt das untere Ende, bei hoch dosierten Seren und großflächig aufgetragenen Körperprodukten wegen Reizungen und der gesamten Vitamin-A-Aufnahme das obere Ende.
Was ist Retinol und wozu dient es?
Retinol ist die Alkoholform von Vitamin A. Auf die Haut aufgetragen wird es in den Zellen zunächst zu Retinaldehyd und dann zur aktiven Form, der Retinsäure, umgewandelt. Diese aktive Form steigert die Erneuerungsrate der Hautzellen und unterstützt die Kollagenbildung.
Bei regelmäßiger Anwendung kann es helfen, feine Linien, Sonnenflecken und sichtbare Poren zu verringern und das Hautbild zu glätten. Bei zu Unreinheiten neigender Haut kann es verstopfte Poren reduzieren. Die Wirkung zeigt sich meist allmählich im Laufe von Wochen.
In welchen Produkten kommt es vor?
- Nachtcremes und Anti-Aging-Seren
- Augencremes
- Pflegeprodukte gegen Pickel und vergrößerte Poren
- Manche Körperlotionen
Auf dem Etikett steht es als Retinol. Seine Ester wie Retinyl Palmitate oder Retinyl Acetate sind mildere, aber schwächer wirksame Verwandte. Verschreibungspflichtige Retinoide (zum Beispiel Tretinoin) gehören dagegen zu den Arzneimitteln und unterscheiden sich von kosmetischem Retinol.
Ist es schädlich? Die wissenschaftliche Bewertung
Die häufigste bekannte Nebenwirkung von Retinol in Kosmetik ist die als Retinisierung bezeichnete Eingewöhnungsphase: Rötung, Trockenheit, Schuppung und leichtes Brennen. Diese Wirkungen treten meist in den ersten Wochen auf und lassen sich verringern, indem man mit einer niedrigen Konzentration beginnt und die Anwendungshäufigkeit langsam steigert.
Da Retinol die äußere Hautschicht dünner macht, kann es die Empfindlichkeit gegenüber der Sonne erhöhen. Zudem zersetzt es sich selbst im Licht; deshalb wird meist die Anwendung am Abend empfohlen.
Der wissenschaftliche Ausschuss der EU, der SCCS, hat darauf hingewiesen, dass die Gesamtaufnahme bei manchen Menschen hoch sein kann, wenn zu dem mit Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommenen Vitamin A noch die Menge aus Kosmetik hinzukommt. Daraufhin hat die EU für Retinol und seine Ester getrennte Höchstgrenzen für Gesichtsprodukte und Körperlotionen eingeführt; für Körperlotionen ist die Grenze niedriger. Auch das Kosmetikrecht der Türkei ist an das der EU angeglichen.
Retinol in der Schwangerschaft
Es ist bekannt, dass hoch dosiertes Vitamin A zum Einnehmen und verschreibungspflichtige Retinoide in der Schwangerschaft die Entwicklung des Babys beeinträchtigen können. Die über die Haut aufgenommene Menge an kosmetischem Retinol ist deutlich geringer; aus Vorsicht wird dennoch empfohlen, in Schwangerschaft und Stillzeit ärztlichen Rat einzuholen, bevor Sie mit retinolhaltigen Produkten beginnen oder sie weiter verwenden. In dieser Zeit können Alternativen wie Niacinamid besprochen werden.
Was tun, wenn es auf dem Etikett steht?
- Beginnen Sie mit zwei bis drei Abenden pro Woche und einer erbsengroßen Menge; steigern Sie die Häufigkeit, wenn sich Ihre Haut daran gewöhnt hat.
- Verwenden Sie tagsüber unbedingt einen Breitband-Sonnenschutz.
- Die Kombination mit starken Peelingprodukten wie Salicylsäure am selben Abend kann Reizungen verstärken.
- Gegen Trockenheit können Sie Feuchtigkeitspflege mit Ceramiden oder Panthenol ergänzen.
Häufige Fragen
Macht Retinol die Haut dünner?
Es kann die äußere Schicht abgestorbener Zellen dünner machen, weshalb die Sonnenempfindlichkeit steigt. In tieferen Schichten unterstützt es dagegen die Kollagenbildung.
Darf man in der Schwangerschaft Retinol verwenden?
Aus Vorsicht wird empfohlen, in Schwangerschaft und Stillzeit vor der Anwendung von Retinol ärztlichen Rat einzuholen.
Wann zeigt Retinol Wirkung?
Ergebnisse zeigen sich bei regelmäßiger Anwendung meist nach einigen Wochen bis einigen Monaten.
Kann man Retinol und Niacinamid zusammen verwenden?
Ja, bei den meisten Menschen sind sie gut kombinierbar. Niacinamid kann helfen, die austrocknende Wirkung von Retinol abzumildern.
Quellen
Aktualisiert: 2026-10-11 · So bewerten wir
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